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Lehr- und Versuchsbetrieb Gladbacherhof (3. Agroforstsystem)

Lat: 50.39828, Lng: 8.249755
Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof
Gladbacherhof , 65606 Villmar-Aumenau, Hessen

Die Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof wird bereits seit 1981 nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet und ist seit 1990 Lehr- und Versuchsbetrieb der Justus-Liebig Universität Gießen. Im November 2022 wurden dort auf einem 3,1 ha großen Ackerschlag sechs Baumreihen von jeweils 4 m Breite angelegt (insgesamt 770 m). Dazwischen liegen 18 m breite Ackerstreifen, die nach der achtjährigen Fruchtfolge des Gladbacherhofs bewirtschaftet werden. In zwei Reihen stehen nur Apfelbäume (4 verschiedene Sorten) im Abstand von 12m. In zwei weiteren Reihen wurden zwischen den Apfelbäumen zusätzlich Wertholzbäume und Holundersträucher gepflanzt. Im Frühjahr 2023 werden die Zwischenräume im Abstand von 1m mit Pappelsteckhölzern bestückt und - als frühe Ertragskomponente - Rhabarber gesetzt. Zwei weitere Reihen unterscheiden sich von den letztgenannten nur dadurch, dass die Wertholzbäume hier nicht gepflanzt sondern per Direktsaat ausgesät werden.

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Kategorie:

Silvoarables System (Gehölze und Ackerkulturen)

Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha):

3,1

Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %):

9,677

Beginn der Flächenanlage (Datum):

21.11.2022

Standörtliche Besonderheiten:

  • Erosionsanfälligkeit

Betriebszweige:

  • Ackerbau
  • Futterbau
  • Viehhaltung

Baumarten:

  • Apfel (Kultursorte) (Malus domestica)
  • Elsbeere (Sorbus torminalis / Torminalis glaberrima)
  • Kirsche / Vogel-Kirsche (Prunus avium)
  • Pappel (Populus spp.)
  • Speierling (Cormus domestica)
  • Walnuss / Schwarznuss (Juglans nigra)

(Angestrebte) Nutzung der Bäume:

  • Stammholz
  • Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)
  • Ă–kologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)

Straucharten:

  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

(Angestrebte) Nutzung der Sträucher:

  • Nahrungsproduktion (z.B. Obst-/ Nussproduktion)
  • Ă–kologische Wirkung (inkl. Kohlenstoffspeicherung/ Windschutz/ Tierwohl/ Biodiversität)

Hauptfruchtarten im Agroforstsystem:

  • Ackerbohnen
  • Ackergras
  • Hafer
  • Kartoffeln
  • Luzerne
  • Mais
  • Weizen

Weitere Agroforstprodukte:

Rhabarber

Motivation / GrĂĽnde fĂĽr die Anlage des Agroforstsystems:

  • ökologisches Gleichgewicht herstellen
  • Höhere Produktivität
  • Erosionsschutz
  • Stoffeintrag in Oberflächengewässer reduzieren
  • Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz
  • Landschaftsbild / Ă„sthetik