Agroforstsystem Stolzenhagen, Modellprojekt der Nationalparkstiftung Unteres Odertal
Im Herbst 2020 wurde als Demonstrationsvorhaben durch die Nationalparkstiftung auf 6 ha Acker direkt angrenzend an den Nationalpark Unteres Odertal eine Agroforstpflanzung mit Werthölzern angelegt. Bewirtschafter ist ein konventioneller örtlicher Landwirtschaftsbetrieb. Nach Etablierung der Gehölze soll ganz normal Ackerbau auf der Fläche betrieben werden, die Abstände zwischen den Baumreihen sind an die Arbeitsbreiten der landwirtschaftlichen Geräte angepasst. Umsetzung: 4 Baumreihen mit insges. 900m Länge und 62 Bäumen Baumarten: klimastabile Werthölzer (Esskastanie 44, Baumhasel 7, Elsbeere 11) Baumreihenabstand: ca. 30 m (max. Arbeitsbreite für landw. Geräte) Pflanzabstand der Bäume: ca. 15 m Flächenbedarf durch Baumreihen bei 2 m Breite: ca. 1.800 m² Angebaute Fruchtart auf Ackerfläche für 5 Jahre: Luzerne, nach 5 Jahren erfolgt normale Bewirtschaftung des Ackers mit Feldfrüchten
Kategorie:
Silvoarables System (Gehölze und Ackerkulturen)Größe der agroforstlich genutzten Fläche(n) (in ha):
6Flächenanteil der Agroforstgehölze (in %):
5Beginn der Flächenanlage (Datum):
31.10.2020Standörtliche Besonderheiten:
- Trockenheit / geringe Wasserhaltefähigkeit
- Erosionsanfälligkeit
Betriebszweige:
- Ackerbau
Baumarten:
- Elsbeere (Sorbus torminalis / Torminalis glaberrima)
- Esskastanie / Edel-Kastanie (Castanea sativa)
- Gewöhnliche Baum-Hasel (Corylus colurna)
(Angestrebte) Nutzung der Bäume:
- Stammholz
Hauptfruchtarten im Agroforstsystem:
- Luzerne
Motivation / GrĂĽnde fĂĽr die Anlage des Agroforstsystems:
- ökologisches Gleichgewicht herstellen
- Höhere Produktivität
- Erosionsschutz
- Stoffeintrag in Oberflächengewässer reduzieren
- Beitrag zum Klimaschutz / Klimaresilienz
- Landschaftsbild / Ästhetik